Werbung für die eigene Homepage

Wer eine eigene Homepage hat, der möchte zumeist, dass sie gefunden wird. Wer heute eine Suchmaschine anwirft, bekommt oft hunderte oder gar tausende Ergebnisse - allerdings zeigt der Dienst in aller Regel nur die ersten zehn Treffer an. Wer mit seiner Homepage auf Platz elf oder noch weiter hinten landet, bekommt kaum Besucher. Mit ein paar Tricks schafft man es aber vielleicht doch in die Top Ten - vorausgesetzt natürlich, die eigenen Inhalte interessieren überhaupt irgendeine Menschenseele;-)).

- Die richtigen Schlüsselwörter und gehaltvolle Headlines: Die Stichwörter, welche die eigenen Inhalte am treffendsten beschreiben, sollte man unbedingt in die entsprechenden Meta-Tags packen. Zusätzlich gehören sie für alle sichtbar unbedingt ganz oben auf die Seite. Besonders Suchmaschinen, die Meta-Tags ignorieren (aber nicht nur die) gewichten Schlüsselwörter am Anfang einer Seite besonders stark.

- Vorsicht bei Frames und Tabellen: Einige Suchmaschinen können nicht in Frames-Seiten verzweigen und listen deren Inhalte nicht auf. Deshalb, und auch, um Surfer mit älteren Browsern zu bedienen, sollte man zusätzlich eine frames-freie Seite hochstellen. Tabellen sind, obwohl ein nun schon uraltes HTML-Element, gleichfalls gefährlich: Tauchen die wichtigen Schlüsselwörter erst in den unteren oder rechten Zellen einer Tabelle auf, liegen sie im HTML-Code weiter hinten - und viele Suchmaschinen werten ihre Bedeutung ab.

- Vorsicht vor illustrierenden Grafiken: Robots können nur Text lesen. Bilder, die Texte als Bitmuster enthalten, verschönern vielleicht die Seite, entgehen aber den Suchmaschinen. Besonders Links sollten auch in Textform vorkommen, etwa unter der Image-Map.

- Kein Spamming: Häufiger auftauchende Wörter werten viele Suchmaschinen als wichtige Stichwörter und bewerten sie daher höher - eine Seite, in der zehnmal "Bildverarbeitung" auftaucht, hat sicherlich auch damit zu tun. Übertriebene Wortwiederholungen lohnen aber nicht. Denn immer mehr Suchmachinen erkennen einen Missbrauch und listen die betreffenden Seiten oftmals gar nicht mehr auf. Besonders unsichtbaren Text, etwa in weißer Schrift auf weißem Grund, ignorieren fast alle Robots.

- Links, Links, Links: Grundsätzlich sollte man Seiten mit einem verwandten oder gar gleichen Thema per Verweis anbinden. Das hilft den Surfern - und bringt oft umgekehrt deren Web-Master dazu, auf das eigene Angebot zu linken. Seiten, auf die viele andere verzweigen, stufen manche Suchmaschinen als besonders wichtig und damit hoch ein.

Die Zeitschrift Computer Technik hat 2005 zu einem Wettbewerb aufgefordert: Man sollte Wege finden, um einer virtuellen Webseite HOMMINGBERGER LEOPARDENFORELLE zu einem vorderen Platz bei den wichtigsten Suchmachinen (GOOGLE, YAHOO, MSN, SEEKPORT) zu verhelfen. Die Ergebnisse wurden in der Ausgabe 1/2006 auf Seite 78 der Zeitschrift veröffentlicht. Die Redaktion benuutzte dazu das kostenlose Programm Backlink Spider der Firma Sario Marketing (Version 1.0 - Stand 1/2006). Ein Beispiel (für diese Website) finden Sie hier.

- Anmeldung der Seiten: Grundsätzlich sollte man seine Seiten bei mehreren Suchdiensten anmelden. Oft übernimmt auch ein Messaging-Provider (z.B. Freenet.de) diese Aufgabe. Achtung: Zwar suchen Robots auch die "hinteren" Seiten eines Web-Auftritts ab, doch meist ist es sicherer, man meldet zumindest wichtige Einzelseiten separat an.

Submit-Dienste

Besonders der letzte Punkt kann mehr Zeit kosten als der Aufbau der Web-Seiten selbst. Denn natürlich gibt es hunderte von Suchservices; und wer in allen gelistet sein will, kann dafür schon mal mehrere Tage Arbeitszeit einplanen. Zum Glück gibt es wiederum dutzende von automatisierten Diensten, die einem das mühsame manuelle Anmelden abnehmen. Oetzi's Internet Suchseite linkt zu etlichen dieser Submit-Dienste, die in Einzelfällen bis zu 1000 Suchdienste ansprechen. Allerdings: So ein Service kostet oft Geld, und manchmal sogar viel. Die gute Nachricht: Ein paar kostenlose gibt es immerhin. Eine Übersicht bietet etwa Kostenlos.de in der Rubrik Internet.

Hier ein Beispiel:
Auf dieser Seite finden Sie unter "Website Analysis and Analytics" einige nützliche Hinweise und können auch gleich Ihre eigene Seite (kostenlos) analysieren lassen. Die Seite gibt es nur auf Englisch.

Eine der dort genannten Adressen ist http://www.metaner.de

Aber Achtung: Manche dieser Sonderangebote verlangen als Gegenleistung, dass man einen Werbebanner in die eigene WebSite einbindet. Dann fährt man unter Umständen besser, wenn man sich einen anderen Submit-Dienst aussucht: Er spricht vielleicht weniger Suchmaschinen an, verzichtet dafür aber auf eventuell Layout-zerstörende Werbung.

Suchmaschinen sind im modernen Internet-Leben unverzichtbar: Ohne sie könnte man fast nichts mehr finden. Allerdings sind sie nicht das einzige Mittel, um die eigene Seite bekannter zu machen. Deshalb lohnt es schon, die eigene Page an Robots anzupassen und fleißig anzumelden. Zuviel Zeit sollte man allerdings nicht investieren. Sonst wird's frustig, wenn man trotzdem nicht in die Top Ten aufrückt. Und zum anderen kann man die Zeit sinnvoller einsetzen. So ist es lohnenswerter, an einem Web-Ring teilzunehmen, in Newsgruppen oder auch traditionellen Medien zu werben. Oder noch effektiver: Man sorgt für bessere Inhalte. Die führen zu Mundpropaganda, mehr Links auf die eigene Seite und so automatisch zu mehr Besuchern.

 

Lesen Sie auch, was Stefan Münz zum Thema kommerzielles Publizieren geschrieben hat:

zurück