Telnet-Client

WIDI 1998:

Telnet erlaubt die "Fernsteuerung" von Rechnern über TCP/IP. Unter Windows und OS/2 muss dazu eine aktive Slip/PPP-Verbindung bestehen. Unter Linux funktioniert das auch mit Rechnern in einem lokalen Netz, weil Telnet vor allem für Unix-Systeme gedacht ist.

Beispiel: Der Internet-Server der Berufsakademie Stuttgart wird mit Hilfe eines Telekommunikationsprogramms (z.B. ZOC) angewählt. Ist man dort eingeloggt, kann man seine elektronische Post (EMail) auf einem anderen Rechner der BA Stuttgart bearbeiten, auf den man mit telnet <hostname> zugreift. Der aktuelle Name von <hostname> ist HELGA.

Weil es sich hier um einen reinen UNIX-Rechner handelt, steht zum Lesen nur der ELM (electronic mail reader) zur Verfügung. Zur Bedienung muss man 38 unterschiedliche Befehle kennen. Mittels Telnet und eines speziellen Client lassen sich ans Internet gekoppelte Server fernsteuern. So kommen deren Ressourcen während einer Telnet-Sitzung zum Einsatz und nicht die des heimischen PCs.

Über den Rechner der Berufsakademie Stuttgart bestand 1998 die Möglichkeit, eine Literaturrecherche über die Computer des Südwest-Verbundes mit Telnet durchzuführen:

telnet gw1.swbv.uni-konstanz.de

login mit swb2

Dann "hilfe" für weitere Hilfestellung.

Einer der bekanntesten Telnet-Clients für OS/2 und Windows ist ZOC von Markus Schmidt.

Das Programm gibt es für OS/2 und Windows ab Windows 95. Unter WinOS2 läft es nicht, weil es die komplette Win32-Unterstützung benötigt.

Aktuell (2007) ist die Version 5.08.

Neben ZOC haben die Autoren auch kurzzeitig CRT der Firma Van Dyke Technologies, Inc. verwendet.

CRT is a 32-bit terminal emulator designed for internet and intranet use with support for telnet, rlogin, and serial protocols. CRT also has support for modem dialing with the Windows TAPI standard.

Aktuell (2007) sind die Versionen 5.52 (final) und 5.55b4.

Download von ftp://ftp.vandyke.com/pub/CRT.

Weitere Programme finden Sie u.a. auf www.heise.de/software/download,

z.B. die Shareware-Programme Telnet 2000 und TelStar.

Am bekanntesten ist aber PUTTY (aktuell Version 0.60). Es ist Open Source, und Sie finden es in Version 0.58 u.a. auf der Heft-CD der Zeitschrift c't 04/2006.

Die Homepage von PUPPY (Autor Simon Tatham) ist hier.

Für Einsteiger geeignet sind die folgenden Adressen:

Informatik-Projekt der Sekunarstufe II

oder www.devmag.net/servertechnik.
Der erste Link führt auch zu einem Beispiel, wie man E-Mails mittels Telnet vom Server des Providers abrufen kann.

 

 

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