Opera

Aus WIDI 1998:

Wer die ”Fatware” von Netscape und Microsoft nicht mag, dem sei OPERA empfohlen. Dieser Browser ist allerdings nicht gratis und hat in der Version 3.21 nur einen Postausgangs-Server (SMTP-Server), sodass man zum Abholen der Post auf externe Mailsoftware angewiesen ist (z.B. PEGASUS, PMMAIL, FOXMAIL).

Opera ist eine gute Alternative zu den "großen Zwei": Navigator und Internet Explorer. Bis auf die fehlende Unterstützung für Java bietet der Web-Browser so ziemlich alles, was des Surfers Herz begehrt. Zumindest an sinnvollen Funktionen und beim Komfort kann er sich leicht mit den großen Brüdern messen. Auf Extras wie die Integration von E-Mail- oder Editier-Tools wurde dafür verzichtet. Statt dessen können die eigenen Lieblings-Programme eingebunden werden. Die Einschränkungen stören jedoch nicht weiter. Opera ist dafür schnell und kompakt. Die Archivdatei ist nur 1,2 MByte groß, entpackt braucht Opera weniger als 4 MByte. Das Programm ist darüber hinaus in seiner Erscheinungsweise weitgehend konfigurierbar. Von den Toolbars bis zum Anzeigen mehrerer Browserfenster ist so ziemlich alles machbar. Und das Beste: Im Gegensatz zu Netscape und Microsoft scheinen die Opera-Programmierer ihr Handwerk besser zu verstehen. Die im PC-ONLINE-Bug-Report beschriebenen Probleme mit rekursivem HTML-Code lassen Opera kalt. Weder der Browser noch das Betriebssystem werden blockiert. Das Fazit: Wer sowieso weder Outlook noch Messenger, die integrierten HTML-Editoren der Standard-Boliden oder Java-Unterstützung benötigt, fährt mit Opera besser und effizienter. Ein Wermutstropfen bleibt bei aller Begeisterung: Im Gegensatz zu den "freien" marktbeherrschenden Browsern kostet bei Opera die Einzelplatzversion etwa 70 Mark, Bildungseinrichtungen zahlen die Hälfte, 35 Mark. Quelle: PCO 6/98, S. 22

Wer nicht auf die allerneuesten Netscape- oder Microsoft-Browser angewiesen ist, für den bietet sich eine der Alternativen, die sich nicht nur im Ressourcenverbrauch wohltuend von den Browser-Boliden unterscheiden. Opera verfügt über einige Funktionen, die sich die Hersteller der beiden 'Großen' noch abschauen sollten - obwohl Operas Installationsdatei gerade mal 1,2 MByte groß ist: So vermag der Browser stufenlos in Web-Seiten hinein- und herauszuzoomen. Ansonsten beherrscht Opera alle wichtigen Funktionen der Standardbrowser. HTML 3.2 spricht der Browser fast vollständig, außerdem versteht er JavaScript-, sogar mit Plug-Ins kann er umgehen. (c't 12/98)

Opera wird Freeware

Aus c´t 21/2005, Seite 51:

"Version 8.50 der Web-Suite Opera ist reklamefreie Freeware. Wer bisher den Kaufpreis von 39 US-Dollar
scheute, bekam ein Werbebanner eingeblendet. Opera 8.50 stopft einige kleine Sicherheitslücken, beispielsweise das Problem mit gecacheten URLs im Mail-Client. Wichtigste Neuerung ist die regelmäßig aktualisierte Datei browser.js, mit der Opera inkompatible JavaScript-Befehle und Skripte korrigieren will."

Kaum ist Opera 8.50 im Umlauf, sickern die Pläne für Opera 9 durch: Der Browser mit dem Code-
namen Merlin soll bessere Editiermöglichkeiten auf Webseiten bieten und die XML-Transformationssprache XSLT 1.0 ebenso wie CSS3-Selektoren beherrschen. Außerdem überarbeiten die Entwickler die IMAP-Implementierung des Mail-Moduls und korrigieren einige CSS-Probleme."

 

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