Über Online-Dienste ins Internet (c't 2/1998, S. 112)

"Alle großen Online-Dienste bieten auch Zugang zum Internet. Wer annimmt, dass sich diese Zugänge alle problemlos mit den Mitteln von Windows 95 nutzen lassen, irrt. Lediglich die Software des Microsoft Network (MSN) nutzt das DFÜ-Netzwerk automatisch und ohne weitere Änderungen. Während der Anmeldung bei MSN legt die Software automatisch eine (oder zwei) entsprechende Verbindungen an; ein Assistent bietet dabei für alle Parameter sinnvolle Voreinstellungen.

MSN erlaubt es auch, EMail über die Standardprotokolle SMTP und POP zu versenden beziehungsweise zu empfangen. Bei der Anmeldung an einen POP-Server wird das Passwort gewöhnlich im Klartext übermittelt. Dies war Microsoft jedoch zu unsicher. Daher wurde ein spezieller gesicherter Modus eingeführt, den bislang nur das E-Mail-Programm Outlook (Express) von Microsoft unterstützt".

Passwort-Verschlüsselung wird auch von MS Windows NT 4.0 unterstützt.

AOL bis Version 7

Der AOL-Zugang funktioniert nicht mit dem DFÜ-Netzwerk. AOL verwendet nämlich keine Standardprotokolle und benötigt daher spezielle Software. Damit man dennoch beliebige Internet-Tools nutzen kann, wird in der Netzwerkkonfiguration statt des DFÜ-Adapters ein spezieller 'AOL-Adapter' eingerichtet, der mit dem TCP/IP-Protokoll von Windows 95 zusammenarbeitet. Zur Anwahl ist man dennoch auf die proprietäre Software von AOL angewiesen; ein automatischer Verbindungsaufbau beim Start etwa des Internet Explorer ist damit nicht möglich.

Da AOL keine Standardprotokolle verwendet, konnte man EMail bislang nur mit der Software des Online-Dienstes lesen. Neuerdings bietet AOL jedoch die Möglichkeit, EMail über einen ActiveX-fähigen Web-Browser zu lesen. Hierzu muss man die URL, 'http://www.aol.com/netmail/home.html' anwählen und sich dann über ein Formular anmelden.

AOL ab Version 8

Seit dem 25.08.2003 wird mit der Version 8.0 die DFÜ-Einwahl auch unabhängig von der AOL-eigenen Software ermöglicht. Damit erhalten nun auch Linux-User einen Zugang. Lesen Sie dazu weiter auf http://www.pro-linux.de/news/2003/5884.html.

So ganz problemlos ist das aber nicht, wie man z.B. hier nachlesen kann.

In der SUSE-Datenbank (SDB) findet sich eine aktuellere Beschreibung.

Anfang April 2004 ist die AOL-Software in Version 9.0 erschienen. Auch sie wurde noch auf CD als Postwurfsendung verteilt. Zu den Neuerungen vgl. die Ankündigung unter http://www.heise.de/newsticker/ meldung/46248.

Damit ist die Einwahl generell auch ohne die AOL-Software möglich, was den Einsatz von Routern und beliebigen Betriebssystemen erlaubt.

Compuserve

Compuserve verteilte seine Zugangssoftware bis 2002 (Version 4.0) auf CDs über Postwurfsendungen an alle Haushalte. Die Version 4.0 enthielt Komponenten für Windows, Mac und Linux sowie für den Palm.
Als Browser waren enthalten:

- Netscape 6.1 für Windows

- Netscape 4.79 für Linux

- Internet Explorer 5.0 für MacOS

Aktuelle Hilfe finden Sie unter http://www.compuserve.de/cso/hilfe.

Im Sommer 2007 fanden sich dort Beschreibungen zu Browser-Problemen mit Netscape Version 6 (Windows) bzw. Netscape Version 4 und 6 (Linux) sowie Hinweise zur Installation von T-DSL ab SuSE Linux 7.0 mit YaST2 und Compuserve DSL.

T-Online

T-Online schließlich erlaubt den Zugang über das DFÜ-Netzwerk ab Windows 95 ohne Umwege. Lediglich das Zusammenstellen des Login-Namens ist nicht ganz trivial: Er beginnt mir der zwölfstelligen Anschlusskennung, dann folgt die T-Online-Nummer und schließlich die Mitbenutzernummer. Sofern die T-Online-Nummer kürzer als zwölf Stellen ist, muss man zwischen ihr und der Mitbenutzernummer ein Hash-Zeichen (#) einfügen. Die E-Mail- Server von T-Online lassen sich mit Standard-Software problemlos nutzen. Beim Einrichten des E-Mail-Programms gibt man als Passwort: nur einen Punkt an; die Authentifikation erfolgt über die IP-Adresse. Daher sind die EMail-Server von T-Online auch nur erreichbar, sofern die Internet-Einwahl über den Online-Dienst selbst erfolgt.

Leider erlaubt die T-Com nicht, hier einen Link auf die Hilfeseiten von T-Online zu setzen. Es gibt aber eine Newsgruppe de.comm.provider.t-online, in der (Stand 7/2007) monatlich auch die Seite http://www.atelier89.de/users/dirk/t-o/dnsfaq.html veröffentlicht wird.

Lesenswert ist auch die Seite http://atelier89.de/users/dirk/t-o/010.html vom gleichen Autor zum Thema DNS-Server von T-Online.

 

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