Normen und Standards

Protokolle für die Internet-Kommunikation:

IP Internet Protocol: Bestimmt Aufbau von Internet-Adresse und Datenpaketen

ICMP Internet Control Message Protocol: Dient der Abstimmung und Flusssteuerung zwischen IP-Routern

UDP User Datagram Protocol: Sorgt für den Transport von Datenpaketen zwischen Internet-Anwendungen, aber ohne Ankunftsgarantie.

TCP Transmission Control Protocol: Protokoll zum Aufbau eines abgesicherten Kommunikations-Kanals zwischen Internet-Anwendungen

ARP Address Resolution Protocol: Sorgt für die Abbildung von Host-Adressen auf physikalische Netzwerkadressen

RARP Reverse ARP: Ermittelt zur physikalischen Netzwerkadresse die IP-Adresse

SLIP Serial Line IP: Erlaubt Übertragung von IP-Paketen über serielle (Modem-) Verbindungen

PPP Point to Point Protocol: Erlaubt die Übertragung von IP-Paketen über Punkt-zu-Punkt-Verbindungen aller Art

 

Port-Nummern der Internet-Dienste

20 + 21 FTP Dateitransfer

23 TELNET Remote-Kommandozeile

25 SMTP Transport von EMails

53 DNS Abbildung von Domain-Namen auf IP-Adressen

70 Gopher Suchdienst für Archive

80 HTTP World Wide Web

110 POP3 Download von EMails

119 NNTP Usenet

161 SNMP Remote-Verwaltung von Netzwerkgeräten

194 IRC Internet Chat

666 DOOM Das beliebte Spiel mit der passenden Portnummer

 

Einheitliche Web-Standards (c't 18/1998, S. 28)

Seit September 1998 bemüht sich eine Gruppe von bekannten Web-Entwicklern unter dem Namen 'Web Standards Project' (WASP, www.webstandards.org) um den Aufbau einer Lobby, die für die Einhaltung der W3C-Standards kämpft. Die beiden Marktführer im Browser-Geschäft, Microsoft und Netscape, ließen sich bislang bei der Weiterentwicklung ihrer Web-Browser immer neue proprietäre Features einfallen. Dadurch sollen in diesem wichtigen Marktsegment einmal gewonnene Anwender bei der Stange gehalten werden. Das funktioniert recht gut: Viele Web-Entwickler sind auf die proprietären Erweiterungen der Browser angewiesen, da sich nur damit das angestrebte hohe Design-Niveau umsetzen lässt. Denn der ursprüngliche HTML-Ansatz mit dem fast gänzlichen Verzicht auf typographische Gestaltungsmöglichkeiten kann heutigen Ansprüchen an das Design von Web-Seiten nicht mehr genügen. Das World Wide Web Consortium (W3C), dem sich auch Microsoft und Netscape als zahlende Mitglieder verpflichtet fühlen, ist daher seit Jahren bemüht, Standards für HTML, XML (Extensible Markup Language), CSS (Cascading Style Sheets) und andere Web-Formate festzulegen. Der HTML-Standard 3.2 existiert bereits seit 1995, HTML 4.0 wurde im Dezember 1997 veröffentlicht, und die CSS-1-Definition existiert bereits seit Dezember 1996. Dass bis heute keiner der beiden großen Browser diese Standards zu 100 Prozent unterstützt, hat nicht nur kosmetische Konsequenzen. Tomas Caspers, einer der Mitbegründer des WSP, rechnet den zusätzlichen Aufwand für die Anpassung der HTML-Seiten an die verschiedenen Browser-Varianten auf runde 25 Prozent. Das WASP will nun versuchen, durch eine potente Gruppe von Unterstützern eine wirkungsvolle Lobby aufzubauen, um Netscape und Microsoft zur Einhaltung der W3C-Standards zu bewegen. Dabei helfen bekannte Namen wie Dan Shafer, Chefredakteur bei CNETs Bullder.com und Autor von mehr als 50 Büchern, Todd Fahrner, einer der Mitentwickler von CSS, Tim Bray, Mitbegründer von Open-Text und Co-Autor von XML 1.0, Glenn Davis, Initiator der ProjectCool Site, um nur einige zu nennen. Gleich nach dem Start des Projekts haben sich sowohl Microsoft als auch Netscape beeilt und die Zusammenarbeit mit dem WaSP angekündigt. Man kann dem Web Standards Project nur viel Erfolg wünschen - im eigenen Interesse

Die Einhaltung von Regeln im Bereich HTML, CSS und PNG kann man überprüfen mit dem

ACID2 Browser Test des Web Standards Project (WaSP)

 

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