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Das Usenet

Das Usenet umfasst die Diskussionsgruppen des Internet. Es gibt aber auch andere, z.B. das FIDO-Net. Im Usenet sind alle (Diskussions)-Foren im "Netz der Netze" zusammengefasst. Die meisten Provider halten eine stattliche Anzahl von Newsgruppen (meist zwischen 10000 und 20000) bereit. Bei der ersten Anwahl des entsprechenden Newsservers erhält man sie in einer alphabetisch geordneten Liste. Daraus wählt man (i.d.R. offline) diejenigen aus, die man abonnieren möchte. Bei der nächsten Sitzung lassen sich je Abo die Header (Betreff, Autor und Sendedatum) der vorhandenen News herunterladen. Um eine Nachricht lesen zu können, muss man online gehen. Eigene Beiträge verfasst man ähnlich wie EMails und "sendet" sie, d.h. sie verschwinden zunächst in einem meist unsichtbaren Nachrichtenausgang. Die Sprache in den Newsgruppen ist meist Englisch, und manche (moderierten) Gruppen können sehr unwirsch reagieren, wenn sich irgendein deutscher "Newbie" nicht daran hält. Schon bei der nächsten Sitzung steht der eigene Beitrag im gewählten Forum. Ist man nur an einem einzigen Forum interessiert, für das eine Mailingliste existiert, dann empfiehlt sich oft dieser Weg, weil alle Informationen automatisch ihren Weg als EMails ins eigene Postfach finden. Das gilt allerdings mehr oder weniger nur für computerorientierte Themen. Da gibt es Leute (Majordomos), die den automatischen Massenversand organisieren können.

Das Usenet ist wie ein riesiges schwarzes Brett, das sich streng hierarchisch in mehrere zehntausend Themenfelder gliedert. Eigene Bereiche existieren etwa zu Visual Basic, zu Tierrechten, zu Börsenthemen, zu Star Trek und zu Cindy Crawford. Hunderttausende von Internet-Benutzern tauschen hier Klatsch und Wissen aus. Mit den richtigen Programmen kann jeder an diesem riesigen Forum teilnehmen und die riesige Wissensbasis Usenet anzapfen. Ursprünglich war das Usenet ein Diskussionsforum für Angehörige akademischer Einrichtungen, die über einen permanenten Internet-Zugang verfügten. 'Normale' Internet-Nutzer sollten darauf achten, dass ihr News-Client Offline-Fähigkeiten besitzt, also eine sinnvolle Arbeit ohne ständige InternetVerbindung erlaubt. Sowohl der Free Agent (16- und 32-BitWindows) als auch Gravity (Windows 95 und NT) und PMI News (OS/2) bieten solche Funktionen, indem sie es etwa erlauben, die Header beziehungsweise die vollständigen Beiträge einzelner Newsgroups für die Offline-Bearbeitung herunterzuladen.Auch die Navigation in den mitunter sehr lebhaft genutzten Diskussionsgruppen erleichtern alle drei Programme in vorbildlicher Manier. So markieren sie zusammengehörende Threads (Diskussionsstränge)-, über Filter ermöglichen sie es, bestimmte Beiträge auszusortieren. (c´t 12/98)

Suchen mit Suchmaschinen

Oft ist es nicht leicht, das richtige Forum für ein Anliegen zu finden. Da bietet es sich an, die Suche nach der geeigneten Gruppe einem Katalog oder einer Suchmaschine zu überlassen. Noch besser ist es, wenn jemand weiß, welcher Katalog oder welche Suchmaschine am intelligentesten ist, um die in Frage kommenden Newsgruppen und darin die gesuchten Informationen zu finden. Hier bot sich in den Anfangsjahren des Internet die Web-Site http://www.deja.com an. Der Server Deja bot eine Volltextsuche über das gesamte Usenet. Die Firma Google hat den Dienst von Deja übernommen und sich einverleibt.

RSS-Newsfeed-Technik

Die RSS-Newsfeed-Technik sammelt Informationen aus unterschiedlichen Quellen im Web und stellt sie in einheitlicher Form zur weiteren Nutzung zur Verfügung.

Ein Beispiel dazu gibt es im Abschnitt CHANNEL in diesem Kapitel.

 

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