Aus: http://wiki.genealogy.net/wiki/Computergenealogie/2007/09#Internet

Bericht über das Detmolder Sommergespräch 2007 mit dem Thema GENEALOGIE FÜR DIE EWIGKEIT?.
Dr. Wolfgang Kahnert, Leiter des Technischen Zentrums, LAV NRW, Münster, forderte in seinem Vortrag "Digitaler Stammbaum – für die Ewigkeit? – Technische Aspekte der Langzeitarchivierung",
dass Daten in nutzbarer Form vorliegen müssen. Er zitierte den pointierten Satz "Digital documents last forever – or five years, which ever comes first" (Rothenberg, 1999).

Die Langzeitarchivierung digitaler Daten erfordere spezielle Maßnahmen der "Lebensverlängerung".
Um physische Defekte bei bestimmten Datenträgern zu vermeiden, sei die Speicherung auf Festplatten empfohlen. Zudem empfahl er einen Austausch des Speichermediums
nach ca. 5 Jahren, neue Festplatten sollten hingegen eine Woche "Testbetrieb" erfolgreich bestehen. Selbstverständlich sollte eine Speicherung auf mindestens zwei Medien vorhanden sein.

Dateiformate sollten nicht proprietär sein. Zu empfehlen sei für Bilder TIFF und JPEG2000 (ISO 15444), ferner PDF-A (ISO 19005-1:2005), XML, CSV, ASCII- bzw. UTF-8-Kodierung.
Daten sollten mit Metadaten versehen sein, man sollte sich hierzu die Frage stellen: "Kann ein Unbeteiligter meine Daten richtig interpretieren?".

Grundsätzlich sei erforderlich:

* Regelmäßiges Umkopieren
* Rechtzeitiger Wechsel (Migration), aber kein "early adopter" sein
* Regelmäßige Prüfungen auf Nutzbarkeit
* Nutzung offener bzw. genormter Standards
* Frühe Abstimmung mit dem Archiv

Weitere Infos unter http://www.langzeitarchivierung.de.